Sanft-dynamische Herzmeditation – was ist das?

„Dirks Herzmeditation hat mich in einer Yogastunde ‚kalt erwischt‘. Ich war überhaupt nicht auf diese Art von Bewegung zu Musik eingestimmt. Trotzdem habe ich dann einfach mitgemacht. War ja Teil der Yogastunde und da wollt-konnte ich nicht weg. Tja – was soll ich sagen: das Ganze wirkte ganz beachtlich. Ich ging mit einem warm-fließenden Gefühl im Brustkorb nach Hause und dieses ‚gewärmte Herz‘ blieb und wirkte in der Nacht weiter. Danke Dirk, für das Nähren meiner ‚Herzblüte‘.“

Wer sagt das? Na ich – Annette. Genau so war es nämlich vor ungefähr 12 Jahren. Das waren noch Zeiten ;-). Damals bin ich einmal in der Woche zu Dirk zum Yoga gegangen. … So wie du vielleicht jetzt auch?

Jedenfalls war DAS – s.o. – meine echte Erfahrung mit der „sanft-dynamischen Herzmeditation“. Und nach allem was ich so höre, ist das keine Ausnahme. Ähnliches wird uns immer wieder berichtet. Übrigens DANKE DAFÜR! … jede Rückmeldung, jedes Teilen oder Mitteilen deiner Erlebnisse ist uns jederzeit höchst willkommen! Unabhängig vom Inhalt der Rückmeldung. DANKE  – so oder so.

 

Ganz konkret: Was macht man da?

Zu sanfter Musik setzen wir von einem Punkt ausgehend Schritte in alle vier Himmelsrichtungen. Jeweils vor und zurück, beide Körperhälften kommen ausgewogen zum Zug und der sanfte regelmäßige Rhythmus der fast schon monoton anmutenden Musik trägt uns ruhig.

Die Wirkung für Herz oder Brustkorb kommt vermutlich ganz erheblich von der Armbewegung, die synchron mit der Bewegung der Beine erfolgt.

Einen Eindruck erhältst du in diesem YouTube-Video.

Ein kleiner Tipp am Rande: Anschauen alleine bringt nicht ganz so viel :-).

Wesentlich bei der dynamischen Herzmeditation ist – wie beim Yoga auch! – deine Atmung. Deine Atmung, die höchst kostbar die Verbindung zu DEINER inneren Weisheit in sich trägt. Man könnte fast sagen: „Fließt deine Atmung fließt auch dein Leben“ … oder vielleicht zumindest deine Lebendigkeit? Was meinst DU?

Für uns ist Atmung inflow und outflow – aufnehmen und abgeben – nähren und loslassen – nehmen und geben. Magst du mal kurz überlegen: Wie ist meine Atmung? Was sagt meine Atmung über mich aus? Und: Wie kann ich meiner Atmung helfen, groß und üppig zu sein, ausgeglichen und leicht? Das sind Fragen, die es sich lohnt zu stellen. Lasse sie ruhig etwas für dich wirken. Ganz nach dem Prinzip „Nicht die Antwort ist wichtig. Es ist wichtig, die Frage zu stellen!“ … Antworten kommen dann von alleine ...

In der sanft-dynamischen Herzmeditation wird gemeinsam mit der nach außen geführten Hand-Arm-Bewegung etwas kräftiger durch den Mund ausgeatmet.

 

Was bedeutet eigentlich „Herz“ in der dynamischen Herzmeditation?

Zum einen befindet sich im Brustkorb natürlich das physische Herz – das bekannte muskuläre Hohlorgan, das mit rhythmischen Kontraktionen das Blut durch den Körper pumpt.

Gemeint ist hier eher der feinere Anteil – das energetische Herzzentrum. Als wichtiger Schlüsselpunkt der feinstofflichen Anatomie wird es übereinstimmend in vielen (alten) Kulturen und Traditionen beschrieben.

„Das Herz scheint zu versuchen, die Erfahrung des Lebendigen und des Liebens, die es aus der Vereinigung seiner beiden Hälften gewinnt, auch allen anderen Zellen des Gesamtorganismus mitzuteilen, als wolle es sie dafür interessieren, damit auch sie ‚Feuer fangen‘. … So malt nicht nur das Herz in sich ein Bild der Liebe, sondern auch Herz und Blutkreislauf scheinen das Gefühl liebender Partner im wahrsten Sinne des Wortes zu er-fahren, und über den Kreislauf verbinden sich alle Organe zu Einem, zu einer großen Ein-heit.“

So schreibt Dr. med. Walter Köster – zugegebenermaßen recht poetisch  – in seinem wundersam erhellenden Buch „Spiegelungen zwischen Körper und Seele – Ein neues psychosomatisches Modell, entwickelt aus der chinesischen Medizin“.

Yoga

Hier heißt das Herzzentrum „Anahata Chakra„. Sein Thema sind Liebe und Mitgefühl, seine Funktion das Herstellen von Einklang und Fülle. Sein ausgeglichener Zustand ist gekennzeichnet von Heilung und Geborgenheit. Und die mit diesem Zentrum verbundene Lernaufgabe: sich selbst zu lieben und sich auch in den eigenen Schwächen und Fehlern anzunehmen. Ist doch einfach, oder? (räusper, räusper)

Herzfrequenzvariabilität

Hast du diesen Begriff  schon einmal gehört? Sie bezeichnet die Fähigkeit eines Organismus, die Frequenz des Herzrhythmus zu verändern und wird in der Stressmedizin und Psychosomatik untersucht. Man versucht hier über Biofeedback-Verfahren die Rhythmen von Herz und Atmung zu synchronisieren. Bei Stress verschwindet – verbunden mit den entsprechenden ungünstigen gesundheitlichen Effekten – diese Kohärenz.

Forschung, die sich mit ihrer Trainierbarkeit beschäftigt, untersucht unter anderem auch die Wirkung von „speziellen musikalischen Kompositionen“ sowie „Atemtechniken, Achtsamkeitsübungen, Tranceinduktionen oder gelenkte Imaginationen mit Konzentration auf Herz und Atmung“ (M. Mück-Weymann, R. Beise: „Herzkohärenztraining – eine moderne Form der Stressbewältigung“. In: Stressmedizin, 2005, I, S. 1–5. Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und -somatik, Professur für Psychotherapie und -somatik).

Von myMONK gibt es einen schönen Blog-Artikel – sogar mit Herz-Köhärenz-Übung.

Eigene (Er)Forschung?

Unzählige Übungen und Meditationen beschäftigen sich mit dem Herzzentrum. Es soll harmonisiert … oder auch seine Harmonie in das gesamte große System gespeist werden.

Wenn du dich für das menschliche Herz und seine Kräfte weitergehender interessierst, könntest du ausgehend von den schon erwähnten Kontexten (Yoga: Anahata Chakra, TCM: Herzmeridian, Psychosomatik: Herzbeschwerden) recherchieren oder darüber hinaus – besonders wenn du konkret etwas machen möchtest – nach folgenden Stichworten:

  • Tonglen (Praxis aus dem tibetischen Buddhismus), Buchempfehlungen: „Wenn alles zusammenbricht – Hilfestellung für schwierige Zeiten“ von Pema Chödrön sowie „Der tibetische Yoga des Herzens – Tägliche Übungen für Körper und Geist“ von Geshe Michael Roach
  • Dhikr (Praxis aus dem Sufismus), Buchempfehlung: „Erwachen – Eine Sufi-Erfahrung“ von Pir Vilayat Inayat Khan
  • Meditation des Vereinigten Chakras (nur für echte Esoterikfreaks – nicht so sehr die Übung an sich, aber Hintergrund und Quelle) aus dem Buch „Der Lichtkörperprozess – Der Weg vom dichten zum lichten Körper“ von Tashira Tachi-ren
  • Körperzentrierte Herzensarbeit, Buchempfehlung: „Das TAO des Herzens – Wie Sie Ihre Gefühle befreien“ von Safi Nidiaye

In vielen Meditationen wird das energetische Herz mit einer Blüte verglichen – klassisch ein Lotus oder bei uns im Abendland meist eine Rose. In dieser Blüte befindet sich dann ein Diamant. Du kannst dir vielleicht auch eine schöne runde fleischige Pflaume vorstellen – der Pflaumenkern entspräche dann dem Diamanten. Das sind natürlich Bilder. Falls du fühlenderweise ausprobierst, kannst du ja mal spüren, ob sich für dich das „Fruchtfleisch“ anders anfühlt als der „Kern“.

 

Was passiert eigentlich in so einer „bewegten Meditation“?

KEINE AHNUNG! Das findest DU für DICH heraus, wenn du willst – jede Erfahrung ist einzigartig und gültig. Sie IST einfach.

Lass‘ uns zusammen Erfahrungen der FÜLLE gestaltengenießen wir die Fülle der Erfahrung. Diese erschließt sich, wenn die Erfahrung so angenommen sein darf, wie sie ist!!

 

Berichte uns. Teile deine Erlebnisse und/oder Erkenntnisse gerne per Mail oder schreibe direkt in das Kommentarfeld unter dem Blog. Wir freuen uns, von dir zu hören. Sehr! Übrigens: Falls dir solche Bewusstseins-Workouts Spass machen, findest du eine ganze Menge davon in unserem Schöpfer/innen-Kurs „Fülle und Fluss erschaffen“.

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